Johannisgasse
Świętojańska
Geschichte
Diese Strasse hiess von Anfang an nach der hier gelegenen St. Johanniskirche "Johannisgasse". Vor der Errichtung der Stadtmauer zwischen dem Krantor und dem Fischmarkt im Jahre 1448 war auch die Johannisgasse zur Mottlau hin offen. Das zum Wasser fuehrende Tor wird 1454 erstmals in Grundzinsregistern genannt.
Die Strecke von der Scheibenrittergasse laengs der Dominikanerkirche bis zur Junkergasse wird 1357 als "ex opposito a latere monachorum" (gegenueber, auf der Seite der Moenche) und 1382 als "circa monachos" (bei den Moenchen) bezeichnet.
Als dann im 18. Jahrhundert fuer die zweite Priestergasse der Name "Kleine Lawendelgasse" aufgekommen war, ging deren alte Bezeichnung "Strohgasse" auf diesen Teil der Johannisgasse ueber. Auf Plaenen wird sie seit 1763 so gefuehrt. Ob diese Bezeichnung wirklich im alltaeglichen Sprachgebrauch Anwendung fand oder ob nur eine irrtuemliche Uebertragung der nicht mehr verstandenen Angaben des Erbbuches vorliegt, ist allerdings nicht mehr zu entscheiden. 1805 war jedenfalls nach Wutstrak die Bezeichnung bereits wieder ausser Gebrauch.
Die oben genannten Namenswechsel betreffen nur den Abschnitt zwischen der Scheibenrittergasse und der Junkergasse.