Petershagen
Zaroślak
Geschichte
Die erste bekannte Erwähnung findet sich in Johann Lindaus Geschichte des dreizehnjährigen Krieges, der zum Jahr 1455 berichtet: "Am Donnerstage vor Martini do quomen die Creuczherre und ire Geste von Dirsow vor Danczke und branten eczliche Gebeude zcu der Ohre uffm Hoppenbruche und in Petershagen."
1563 wurde infolge der Erweiterung der Stadtbefestigungen das Gertrudenhospital, das bis dahin vor dem Holztor gelegen hatte, an das Nordende von Petershagen verlegt. Noch in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bestand Petershagen nur aus einer auf dem rechten Radauneufer gelegenen Häuserreihe. Bei der Befestigung von Bischofs- und Hagelsberg im 17. Jahrhundert schnitten die neuen Werke einen Teil von Petershagen ab. Der innerhalb des damals errichteten Petershagener Tores liegende Teil wurde seitdem "Erstes" oder "Petershagen innerhalb des Tores" genannt, zum Unterschied von dem vor dem Tore gelegenen "Zweiten" oder "Petershagen außerhalb des Tores."
Erst seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde allmählich auch die auf dem linken Radauneufer um die Salvatorkirche gelegene Gegend dichter bebaut. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts waren hier die Namen der meisten kleinen Quergassen bereits vorhanden. Nur für die heutigen Straßen Petershagen hinter der Kirche und Petershagen an der Radaune sowie für die am Petershagener Tor benannten Grundstücke blieb die alte Gesamtbezeichnung "Petershagen" ohne unterscheidenden Zusatz bis 1854 in Gebrauch.
Der alte Name stammt vom Eigennamen Peter ab. Der zweite Teil "Hagen" bedeutet Umfriedung, im Laufe der Zeit auch das umfriedete Areal selbst -- hier hatte wohl ein Herr Peter einen umfriedeten Besitz.