Schusterhof
n. e.
Geschichte
Im Jahr 1388 wird die "curia sutorum sive cerdonum" (Hof der Schuster oder Gerber) mehrfach in hypothekarischen Beleihungen von Grundstücken erwähnt. Wie sich aus den etwa gleichzeitigen Eintragungen des 1385 angelegten vorstädtischen Erbbuches ergibt, lag dieser Schusterhof bereits damals an der Stelle der noch heute so benannten Sackgasse am Vorstädtischen Graben.
Die Bezeichnung als "curia sutorum sive cerdonum" deutet darauf hin, dass Schuhmacher und Gerber, zwischen denen auch später noch häufige Streitigkeiten wegen der Abgrenzung ihrer beiderseitigen Befugnisse bestanden, anfangs ein gemeinsames Gewerk bildeten. Eines der Grundstücke gehörte bis 1385 noch zum Rechtstädtischen Kalkhof.
Source(s): Stephan, W. Danzig. Gründung und Straßennamen. Marburg 1954, S 148+152