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Thornsche Gasse

Toruńska

Aschbrücke

Geschichte

Ursprünglich war nur der Abschnitt zwischen Lastadie und Poggenpfuhl einseitig bebaut und von einem verdeckten Abzugsgraben durchzogen, weshalb er "uff der Trumme" genannt wurde. Der Abschnitt zwischen Poggenpfuhl und Mottlau bildete bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts eine namenlose Feuergasse, die den Dielenmarkt (den späteren Exerzierplatz) vom Mastenfeld trennte. Der jenseits der Aschbrücke gelegene Teil bis zur Thornschen Brücke hieß seit 1643 Brückengasse, ab 1805 Thornsche Brückengasse. Dieser Name, verkürzt zu Thornsche Gasse, umfasste dann seit etwa 1817 die gesamte Gasse. Die Bezeichnung Thornsche Brücke geht auf die hier anlegenden Weichselkähne aus Thorn zurück; zuvor wurde sie Knüppelbrücke genannt. Die Aschbrücke ist nach dem angrenzenden neuen Aschhof benannt, der 1449 hierher verlegt wurde, nachdem der am entgegengesetzten Ende der Speicherinsel gelegene alte Aschhof abgebrannt war. Die Gasse wird auf einigen Plänen auch als Thornscher Weg geführt. Nach dem Krieg verlängerte man diese Gasse nach Nordwesten über die Fleischergasse hinaus bis zum Wiebenwall. Sie sollte eine Verkehrsachse für die Niederstadt und die Vorstadt bilden.

Source(s): Stephan, W. Danzig. Gründung und Straßennamen. Marburg 1954, S 150